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Gottesdienste
Sonntag 9.30 Uhr
Donnerstag 20.00 Uhr

Der Himmel ist offen

27.10.2022

Die Gemeinde Wädenswil wurde am Donnerstagabend von Bischof Ruedi Fässler besucht. Er legte die Liebe Gottes in das Herz der Glaubensgeschwister und brachte die Botschaft, dass der Himmel Gottes sich immer wieder über den Gläubigen öffnet.

Dem Gottesdienst lag die Wortschale aus Matthäus 3, ein Teil aus Vers 16 zugrunde:

«Und siehe, da tat sich ihm der Himmel auf.»

Der Bischof begrüsste die Glaubensgeschwister und zeigte die Bedeutung der Liebe untereinander in der Gemeinschaft auf. Ebenso verwies er auf die Liebe Gottes, die er immer wieder aufs Neue den Menschen schenke. Er sagte dazu wörtlich: «Wie sehr muss uns Gott lieben, dass er uns diesen Gottesdienst schenkt!» Er fuhr fort, dass Gott unsere Lebensgemeinschaft sei und uns das als Glaubensgeschwister verbinde.

Der Geist Gottes ist auf mir

Mit dem Hinweis auf den Bezirksapostelgottesdienst für die Ämter und ihre Frauen vom vergangenen Sonntag und dem dort verwendeten Bibelwort aus Jesaja 61,1, wo es dem Sinn nach heisst: «Der Geist Gottes ist auf mir. Ich bin gesalbt, um die gute Botschaft hinauszutragen.», leitete der Bischof über zu Jesus Christus. Dieses Wort habe Jesus in der Synagoge in Nazareth vorgelesen und den Anwesenden gesagt: «Heute ist dieses Wort der Schrift erfüllt vor euren Ohren». Die Nazarener konnten nicht an ihn als Gottessohn glauben. Sie sahen in ihm den Sohn Josefs und wollten ihn deshalb einen Abhang hinunter stürzen. In der Bibel heisse es an dieser Stelle nur ganz schlicht: Und er ging durch sie hindurch, denn seine Zeit war noch nicht gekommen.

Der Himmel tut sich auf

Bischof Fässler hielt inne und sagte dann zu der Gemeinde: «HEUTE bringe ich Euch diese Botschaft: Der Himmel tut sich auf. Durch Gottes Geist hat sich heute dieses Wort erfüllt. Es soll sich immer wieder der Himmel auftun.»

In der Bibel gäbe es verschiedene Beschreibungen, in denen sich der Himmel auftue. So auch das heutige Textwort. Es steht im Kontext, als Jesus sich von Johannes dem Täufer taufen liess und er anschliessend aus dem Wasser stieg. Der Bischof schloss das Wort auf und zeigte, dass genau zu diesem Zeitpunkt die Himmelserschliessung durch Jesus begonnen habe. Der Heilige Geist begleitete Jesus und so konnte er sich entwickeln und seinen Auftrag erfüllen. Der Bischof warf die Frage auf, was denn der Himmel sei und gab als Antwort, der Wohnort Gottes. Er erklärte, Jesus habe diesen Himmel erschlossen, damit jeder Mensch den direkten Zugang zu Gott erhalte und sich entwickeln könne. Und Gott pflege diese Beziehung zu uns.

Stephanus und Paulus

Gottesmänner wie Stephanus und Paulus haben diesen offenen Himmel erlebt. Stephanus, der in der Bedrängnis den Himmel offen und Jesus zur rechten Gottes stehen sah. Und auch Paulus hat erlebt, dass über ihm der Himmel aufging. Er musste erkennen: Ich habe nicht das getan, was Gott gefällt. Ich habe das aus meiner Sicht betrachtet.

Der Bischof führte aus, dass im Glauben nicht menschliches Denken und Sehen relevant sei, sondern das Vertrauen in Gott. Gott wolle mir helfen, weil ich berufen bin.

Gott bezeugt seine enge Beziehung zu den Menschen

Als Einleitung zur Feier des Heiligen Abendmahls zeigte der Bischof auf, dass Gott in diesem besonderen Moment seine enge Beziehung zu uns bezeuge. Er verwies auf Jesu, der vor dem Opfer mit den Jüngern gesprochen habe und dort bereits wusste, dass Petrus ihn verleugnen würde. Er konnte ihm sagen: «Ich habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht aufhört und wenn du umkehrst und Busse getan hast, dann stärke deine Brüder und Schwestern.». Der Bischof zeigte der Gemeinde auf, dass dieses Wort auch in unserer Zeit gelte und Jesus auch noch heute für uns bete.

Nach der Feier des Heiligen Abendmahls, dem Dankgebet und dem dreifachen Segen schloss dieser Gottesdienst.