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Gottesdienste
Sonntag 9.30 Uhr
Donnerstag 20.00 Uhr

Gott ist die Liebe, er liebt auch mich!

07.01.2022

Die älteste Glaubensschwester der Gemeinde ist im 97igsten Lebensjahr ins Jenseits gezogen im festen Vertrauen, dass Jesus sie dort mit offenen Armen empfangen wird und sie ihren Glauben erleben darf.

Der Trostgottesdienst wurde mit dem Bibelwort aus Johannes 8,12 umrahmt:

Jesus sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.

Für die Verstorbene war das Wichtigste in ihrem Leben ihr Glaube an Gott. Das Lied „Gott ist die Liebe, er liebt auch mich“, hatte ihr Vater immer gesungen und ihr so die Gewissheit der göttlichen Liebe bereits als Kind ins Herz gelegt.

Musik verleiht Freude und Kraft

Die Musik hatte immer eine grosse Bedeutung in ihrem Leben. Sie liebte die Volksmusik genauso wie den Chor- und Gemeindegesang in der Kirche. Oft hatte sie ihre Lieblingslieder von ihrem Platz aus laut mitgesungen. Dabei leuchteten ihre Augen und ein Strahlen überzog ihr Gesicht. Dieser in der Musik zum Ausdruck gebrachte unerschütterliche Glaube an Gott gab ihr auch in jeder Lebenssituation Kraft, Zuversicht und Hoffnung.

Die Glaubensschwester betonte bei den Besuchen des Priesters immer wieder, dass sie nicht möchte, dass bei ihrer Beerdigung ein Lebenslauf vorgelesen werde. Dieser Wunsch wurde respektiert und dem Priester gelang es, einige persönliche Begegnungen mit ihr hervorzuheben und ein wunderbares Bild ihrer Persönlichkeit zu zeichnen. So führte er unter anderem aus, dass der Christbaum neben dem Altar mit seinem Licht jedes Jahr eine grosse Freude für die Verstorbene war. Dieses Licht holte sie immer wieder, wenn sie Angst und Sorgen hatte oder des Nachts wach lag, eng an ihr Herz und betete. Ihr zur Ehren wurde der Baum deshalb auch noch nicht abgeschmückt.

Musik und Vorträge umrahmten den Trostgottesdienst

Zwischen den Predigtteilen spielte der Organist die Lieblingslieder der Verstorbenen „Näher mein Gott zu dir“ und „Gott wie gross bist du“. Zudem wurde ein Interview vorgelesen, das mit ihr anlässlich ihres 95igsten Geburtstages geführt worden ist. In einer kleinen Bildershow wurde ihr Leben in der Gemeinde gezeigt.

Nach dem gemeinsamen Unser Vater, dem Schlussgebet und dem abschliessenden Segen schloss der Priester den Trostgottesdienst mit den Worten der Glaubensschwester:

„Danke, die mir im Leben Gutes getan haben. Behaltet mich in guter Erinnerung.“

Mit dem Orgelstück „Grosser Gott wir loben dich“ klang dieser Gottesdienst aus.